REKRUTIER: Hallo und herzlich willkommen, liebe Freunde, heute zu einem ganz besonderen Rekrutier Live Erfolgstalk mit meinem alten Freund und Haudegen Marco Montanez. Marco, guten Morgen!
Marco Montanez: Moin Tobi, hi! Ja, du merkst schon, es ist auch ungewohnt fΓΌr mich, dich in dieser Interviewsituation zu sehen und auch zu haben. Es gibt ja eine alte Verbindung zwischen uns, die reicht schon ΓΌber 20 Jahre zurΓΌck. Und es gibt die neue Verbindung zwischen uns. Also, hey, ich kenne ja den alten Marco Montanez und auch den neuen Marco Montanez. DarΓΌber wollen wir heute ein bisschen quatschen. Magst du ein bisschen was erzΓ€hlen, was es mit uns auf sich hat in der Vergangenheit?
REKRUTIER: Vielleicht vorab, Tobi, entspann dich. Du musst nicht aufgeregt sein. Es wird eine ganz lockere GesprΓ€chssituation, also alles gut. Wir kennen uns doch, wir quatschen einfach ein bisschen.
Marco Montanez: Ja, ja, also was soll ich sagen, wir kennen uns lΓ€nger als 20 Jahre. Ich muss tatsΓ€chlich immer ΓΌberlegen, wie lange es her ist, als du damals die heiligen Hallen des HMI der HMI GeschΓ€ftsstelle 699 in MΓΌnchen betreten hast. Und dann diese fantastische Bromance begann. Im Prinzip sind es mehr als 20 Jahre, ich kann es auch nicht mehr genau datieren. Aber es ist fΓΌr mich auch schΓΆn, wenn sich so Kreise schlieΓen, wenn so Freundschaften bestehen bleiben. Ich habe letztens darΓΌber gesprochen, es gibt ja so Kumpels oder Definitionen von Freundschaften, dass man jedes Wochenende zusammen unterwegs ist oder dass man einmal im Monat sich trifft zum Kegelclub. Und ich finde es schΓΆn, dass obwohl wir uns wirklich unregelmΓ€Γig sehen und hΓΆren, da immer noch einfach diese tiefe Freundschaft und viele tolle Momente und Erinnerungen sind. Wenn ich jetzt an Freunde denke, bist du definitiv einer dieser Menschen, bei denen ich sage: Also wenn Tobi mich nachts anruft und sagt, "Junge, kannst du kommen?", dann frage ich nicht warum, sondern sitze im Auto. Deshalb freut es mich sehr, dass wir auch hier jetzt zusammenkommen. Du hattest das ja angekΓΌndigt, wenn dann und dann. Das hat mich motiviert und gesagt, okay, dann muss ich das ja tatsΓ€chlich mal durchziehen. Und deshalb sitzen wir hier und quatschen drΓΌber.
REKRUTIER: Okay, dann sage ich jetzt noch ein bisschen was zu dir, weil die groΓe Network-Marketing-Community hΓΆrt uns jetzt hoffentlich zu. Du bist jetzt aktuell President's Team bei PM International geworden. Ja, und so wie du jetzt hier vor dieser Kamera sitzt, kenne ich dich ja. Oder die Leute, die dich jetzt das erste Mal sehen, die denken: "Mensch, der ist aber ruhig, der ist aber geerdet." Und ich kenne dich natΓΌrlich so. Aber die erste Zeit, wo wir uns kennengelernt haben, kenne ich tatsΓ€chlich auch noch einen anderen Marco mit viel Ego. Und heute wirkst du so wie diese geerdete, bodenstΓ€ndige, smoothe Person.
Marco Montanez: Also da ist ja ganz, ganz viel passiert. Und du hast jetzt gerade gesagt, du hast angekΓΌndigt, wenn dann, du bist dann irgendwie ins Network gekommen. Und dann habe ich gesagt, Marco, ich wΓΌrde dich schon gerne mal interviewen, das wΓ€re sicher eine geile Nummer, wenn wir zweimal einen Talk machen. Aber da muss vorher ein bisschen was kommen. Also heiΓe ich, ich kann dich jetzt natΓΌrlich nicht als EVP oder als irgendeine andere Position interviewen. President's Team muss da schon drin sein. Und du hast es einfach gemacht, innerhalb von zwei Jahren.
REKRUTIER: Welche Zeit, knappe zwei Jahre, glaube ich?
Marco Montanez: Ja, okay. Ist es jetzt gut oder mittel oder Durchschnitt? Ich weiΓ es nicht, ich habe das fΓΌr mich nicht bewertet wirklich. Zum einen, ich glaube, wir hΓ€tten das Interview auch als EVP fΓΌhren kΓΆnnen. WΓ€re auch gut geworden. Aber es wΓ€re ein anderes Interview geworden als jetzt. Nicht weil ich im President's Team bin, sondern weil einfach viele Dinge dazu gefΓΌhrt haben, dass ich das geworden bin. Und wie du schon sagst, ich war frΓΌher viel Ego, das bin ich immer noch, aber ich habe da auch extrem dran gearbeitet. Also ein SchlΓΌssel fΓΌr mich, in diese Position zu kommen, wenn man es mal daran festmachen mΓΆchte, ist definitiv, meine Arroganz ein StΓΌck weit abzulegen. Aber diese Arroganz und dieses Ego sind auch ein wichtiger SchlΓΌssel dahinzukommen gewesen. Es ist ja immer Fluch und Segen zugleich. Also fΓΌr mich war es, als ich angefangen habe, und es war damals bei der HMI ja schon so. Wir haben damals Strukturvertrieb in einer Finanzdienstleistung gemacht mit der HMI zusammen, damals in MΓΌnchen. Und auch da war mein Ego ja sehr, sehr groΓ. Und auch damals habe ich schon WiderstΓ€nde gehabt, die ich heute immer noch habe oder hatte, die ich aber damals nicht gesehen habe. Du wirst dich erinnern, wir haben Veranstaltungen gehabt, da gab es eine Kleiderordnung im BΓΌro und alle sollten Anzug tragen. Und ich habe gesagt: "Wisst ihr was, ihr kΓΆnnt euch euren Anzug sonst wohin stecken. ScheiΓ auf euren Porsche, scheiΓ auf euren Anzug, das macht gar nichts. Ich komme hier in Jeans und T-Shirt rein, wenn ich das will." Und das war dann irgendwie auch so. Das ging auch irgendwie so, weil das einfach mein Mindset war. Das ist auch heute noch so, dass ich so diese AnflΓΌge habe, dann aber schon ΓΌberlege: "Okay, warum ist es jetzt so?" Und dann mache ich meistens trotzdem. Also auch ich gehe auf die White Party in blauer Jeans und T-Shirt, also zwar ein weiΓes T-Shirt, aber ich sehe halt den Sinn und Zweck nicht, mir eine weiΓe Hose anzuziehen. Zumal ich gar keine habe und mir eine zu kaufen sehe ich auch nicht. Das heiΓt, dieses Ego-Ding ist schon ein groΓer Antrieb, weil natΓΌrlich will ich gesehen werden. Und natΓΌrlich will ich auch die Versprechen, die ich mir selber gebe, am Ende erfΓΌllen. Weil das Ego kommt ja nun mal daher. Ego kommt ja nicht, du wirst nicht mit Ego geboren oder kriegst das, indem du morgens in der Eistonne steigst oder schlaue BΓΌcher liest oder in den Spiegel schreist, wie geil du bist oder so. Sondern am Ende nur durch Machen. Also indem du dir Dinge vornimmst oder sagst, ich mache Sachen und dann machst du die auch, dann ziehst du die auch durch und dann hast du einen entsprechenden Effekt und dann wΓ€chst dein Ego. Und das habe ich offensichtlich oft genug gemacht, frΓΌher schon, und deshalb war dieses Ego so groΓ. Das heiΓt, es gab einen Grund. Es gibt natΓΌrlich auch Leute, die erzΓ€hlen sich, sie wΓ€ren geil, aber da brΓΆckelt dieses Ego. Und das ist immer so ein bisschen mein Thema, diese AuthentizitΓ€t. Also ich kann SchwΓ€che riechen. Ich darf das ja sagen, wir sind unter uns, ich kann ja ein bisschen ausholen. Wir haben ja auch zusammen an der TΓΌr gestanden und gearbeitet und du siehst ja, wenn einer kommt, ist das jetzt einer oder macht der nur auf dick? Und das ist ja immer noch so. Also ich sehe, bin auf Events oder ich treffe auf Leute und ich kann das riechen, dass es eigentlich wirklich kleine Jungs sind, die halt eine dicke Uhr und ein groΓes Auto haben, aber das war's auch schon und vielleicht auch irgendeinen tollen Anstecker. Und das ist dann immer was, was bei mir dann extrem viel macht, weil ich denke: "Alter, mach doch nicht so auf dick." Aber auch da habe ich fΓΌr mich dran gearbeitet. Das heiΓt, am Ende ja, Ego ist ein groΓes Thema und auch wie gesagt, definitiv ein groΓer Antrieb, aber am Ende auch ein SchlΓΌssel fΓΌr mich, mit diesem Ego umgehen zu kΓΆnnen. Weil ich auch frΓΌher schon immer wusste, ich kann alleine nur bedingt Dinge bewegen, sondern du brauchst immer ein Team oder zumindest einen Partner mindestens an der Seite und dann funktionieren Dinge um einiges leichter. Das war mein Weg, eben diese Arroganz abzulegen und nicht wie am Anfang auf meiner ersten BA, also bei dieser Business Akademie, so einer PM-Veranstaltung, in der letzten Reihe zu sitzen und einfach alles scheiΓe zu finden. Aber dieses ScheiΓe-Finden war eben auch der Grund, warum ich gesagt habe: "Okay, pass mal auf, hier rennen nur Idioten rum, alles klar. Wenn ihr das kΓΆnnt, da vorne an den Tischen, an den reservierten PlΓ€tzen, dann mache ich das auch." Und weil eben dieses Ego so groΓ war, habe ich gesagt: "Ja, dann halt. WeiΓt du, wenn du es dir aussuchen kannst, machst du es langsam oder machst du es schnell, dann machst du es halt so schnell wie es geht." Ich war jetzt mit Sicherheit nicht der Schnellste und auch nicht der JΓΌngste, aber schon ganz gut.
REKRUTIER: Pass mal auf, zum Thema Ego nochmal. Du hast gesagt, man braucht das ja auch, also ich brauche es, also wir sind uns ja nicht ganz unΓ€hnlich. Ich bin ja auch immer jemand, der reiΓt immer erstmal seinen Mund auf und sagt: "Ich mach's." Und denkt dann: "ScheiΓe, was habe ich jetzt hier erzΓ€hlt?" Und muss mir dann aber, weil ich im Zugzwang bin, was einfallen lassen, um zu liefern. Also das mache ich dann schon. Inwiefern hat jetzt das Ego dir eher geschadet oder geholfen? Also auch in der Vergangenheit? WeiΓt du, du bist ja so ein bisschen so ein Antityp, du bist von Natur aus schon mal irgendwo grundsΓ€tzlich gegen den Mainstream. Deswegen damals auch ohne Krawatte. HΓ€ttest du dir damals leichter getan, wenn du gesagt hΓ€ttest: "Ich leg das ab, ich zieh mir die Krawatte an." Das kostet ja auch Kraft, stΓ€ndig auch so ein bisschen anders zu sein.
Marco Montanez: Ich glaube, das ist wie du es auch sagst. Du gehst ja in so ein Commitment in dem Moment. Am Ende ist es ja wurscht, ob du was extrem scheiΓe findest oder extrem gut. Du hast zwei MΓΆglichkeiten damit umzugehen: Entweder sagst du: "Ich find's so scheiΓe, ich mach's besser" oder "Es ist so scheiΓe, jetzt erst recht." Oder du sagst: "Oh, das ist so super und ja, ich mache das mit, ich mach auch verkleiden und finde es alles total toll." Wenn das deine Energie ist, die du brauchst, auch gut. FΓΌr mich war es oftmals Hunger und Krieg einfacher zu ertragen, als wenn es zu schΓΆn und zu nett ist. Also ich funktioniere unter Druck besser.
REKRUTIER: Das ist mega interessant, mega interessant. Ich auch, ja ich auch. Und es ist natΓΌrlich auch immer wieder spannend, wenn man dann anderen z.B. in unserer Masterclass empfiehlt: "Committe dich, geh raus und mach einfach mal eine Ansage, was in Zukunft von dir kommt." Es ist ein bisschen persΓΆnlichkeitsabhΓ€ngig, weil viele brechen da einfach ein oder kΓΆnnen das nicht. Ist aber nicht schlimm. Ich stelle mich jetzt auch nicht hin und sage: "Ich mache das und das." Ich habe das fΓΌr mich selbst ausgemacht. Ich habe das mit den Menschen, die ich auf die Reise mitgenommen habe, klar kommuniziert, aber auch weniger in Form von Stufen, sondern einfach in Form von Commitment. Weil ich fest daran glaube, dass wenn du wirklich dich committest und sagst: "Ich mache das jetzt." Es ist fΓΌr mich ja auch mit diesem Fitness-Background. Ich bin seit 35 Jahren in der Fitnessbranche irgendwie tΓ€tig. UrsprΓΌnglich habe ich mal als Fitnesstrainer angefangen, bevor dieses Kapitel MΓΌnchen kam. Dann kam die Medienbranche dazwischen, so haben wir uns ja dann kennengelernt. Und fΓΌr mich war immer klar: Wenn ich, so wie wir damals ins McFit in Leimen gehen, viermal die Woche, fΓΌnfmal die Woche, und da die Gewichte bewege, dann wird was passieren. Ob du dran glaubst oder nicht, ob du das gut findest oder nicht, aber wenn du diesen Effort bringst, dann passiert was. Und das war mir klar, weil ich wusste auch, ich kann arbeiten, das ist nie das Problem gewesen. Die Frage war immer, wie. Deshalb war fΓΌr mich z.B. nach Tennis, FuΓball, Basketball, Fitness-Training genau das, was mich angesprochen hat. Weil ich beim Fitnesstraining nur alleine dafΓΌr verantwortlich bin, was passiert. Ich muss mich nicht mit irgendeinem Alkoholiker-Γbungsleiter auseinandersetzen oder ich muss auch nicht am Ende des Trainings eine Kiste Bier saufen. Ich muss auch nicht gucken, ob die Stutzen richtig sitzen. Ich muss mich auch nicht rechtfertigen, ob ich im Training gut war oder ob ich dem Trainer die Dinge gesagt habe, die er gerne hΓΆrt. Sondern ich bin dafΓΌr verantwortlich, was passiert. Gehe ich regelmΓ€Γig, habe ich den Trainingsreiz gesetzt, habe ich die Variation, habe ich die Γberschwelligkeit, die ich brauche, habe ich die Regeneration, und dann wachse ich und dann kommen meine Muskeln oder dann nehme ich KΓΆrperfett ab. Und das ist hier genau das Gleiche gewesen.
REKRUTIER: Ja, dann jetzt aber mal eine Frage zum Network, weil du bist ja mittendrin. Am Anfang hast du viel selber geregelt. Du kannst selber eigene Kunden noch besorgen, die ersten Stufen sind schnell gegangen. Den Umsatz kannst du aus eigener Macht und Verantwortung schnell irgendwo herholen. Je grΓΆΓer du wirst, desto mehr hΓ€ngst du ja in der... Also hΓ€ngt ja der Umsatz von deinem Team ab. Also bist du ja jetzt von denen eigentlich auch abhΓ€ngig. Wie funktioniert das dann? Sagst du dann, okay, hier ist es dann halt so, oder wie weit bist du trotzdem geistig ein unabhΓ€ngiger Mensch? Oder sagst du, wenn ihr nicht wollt, dann mache ich halt anders? Oder wie lΓ€uft das?
Marco Montanez: Also ich habe, und auch das ist spannend, habe ich auch mit einigen anderen FΓΌhrungskrΓ€ften schon drΓΌber nachgedacht. Ich glaube, dass es bei diesem ganzen Stufending immer ein Problem gibt, dass wenn du so eine Stufe hast, dass du, also wenn das dein Ziel war, President's Team zu werden, dann bist du an so einem Punkt, wo du dann ein Motivationsproblem hast. Weil du bist jetzt President's Team, ja geil, und was jetzt? Und ich glaube, dass in dieser Falle auch viele hocken, dass sie eine Stufe erreichen und dann sich fragen, ja, was mache ich denn jetzt? Also weil die nΓ€chste Stufe braucht ja immer mehr Aufwand, weil natΓΌrlich auch unter dir was passieren muss, dein Team muss wachsen. So, was als nΓ€chstes? Und ich glaube, dass eben dieses auf Stufen rennen irgendwie nett ist, ja nimm es mit, das ist wie ein Pokal oder eine Medaille, aber es ist nicht der Grund, warum du losgerannt bist. Du bist nicht fΓΌr den Pokal gerannt, du wolltest einfach was erreichen, was auch immer es war. Deshalb ist fΓΌr mich so eine Stufe nie die Befriedigung gewesen und ist es auch jetzt nicht. Mich haben alle gefragt, jetzt bist du President's Team und so. Ja, ich habe President's Team gemacht, weil Tobi gesagt hat, dann machen wir ein Interview. Ich habe President's Team gemacht, weil es ein paar andere schon gemacht haben und ich gedacht habe, okay, wenn die es kΓΆnnen, kann ich es auch. So, jetzt habe ich es gemacht, es Γ€ndert nichts an meiner... Es hat kurz was mit mir gemacht, aber dann habe ich gecheckt, warte mal, job's not finished. Ja, wir sind Meister, ja, wir machen ja auch noch ein neues Interview, wenn du Champions League bist.
REKRUTIER: Ich kann viel mehr nicht fΓΌr dich tun, als meine simplen Motivationsstrategien auszurollen, und es ist... Das ist ja auch cool, also vΓΆllig okay. FΓΌr mich ist, glaube ich, oder ich glaube, dass viele unterschΓ€tzen, was so eine Stufe mit deiner Birne macht und dann eben aufhΓΆren, das zu tun, was sie dahin gebracht hat. Sondern dann anfangen, Dinge zu hinterfragen, zu Γ€ndern, irgendwie in diese Management-Falle zu tappen. Und ich glaube, wenn du einfach nicht aufhΓΆrst, das zu tun, was funktioniert, und das ist das, was ich tue, das heiΓt, ich habe am Anfang geguckt, mit wem will ich denn das Business machen? Und ich habe natΓΌrlich am Anfang diese GlaubenssΓ€tze, diese klassischen Network-GlaubenssΓ€tze, ja, Sponsoren, Sponsoren, Sponsoren und du musst in die Breite und nicht Prinzen suchen, FrΓΆsche kΓΌssen. Habe ich auch gemacht. Mein Problem ist aber, und es ist vielleicht ein Problem des Alters, so in MΓΌnchen damals war das kein Problem fΓΌr mich, aber ich habe keinen Bock auf Idioten. Ich kann mit diesen ganzen Einbeinigen und EinΓ€ugigen nichts anfangen. Ich kann vor allen Dingen Dummheit ganz, ganz schwer ertragen. Und es ist mir egal, ob die bei mir im Team sind oder auΓen, ich kann einfach Idioten nicht tolerieren. Deshalb sind auch einige Menschen einfach raus aus meinem Leben und mit denen rede ich auch nicht oder wirklich nur das NΓΆtigste. Ich sage kurz nett Hallo, aber ich kann wirklich Dummheit absolut nicht mehr tolerieren. Deshalb habe ich mir bewusst Menschen gesucht und es ist wirklich so, dass in meiner, ich wΓΌrde sagen, ersten, zweiten Linie sind wirklich nur Menschen, die ich ausnahmslos gut finde, nett finde, mit denen ich mich ohne irgendwelche Dinge anpassen zu mΓΌssen, unterhalten kann.
REKRUTIER: Das ist schon ein Unterschied zu frΓΌher. Das heiΓt, du bist reifebedingt wΓ€hlerischer geworden.
Marco Montanez: Muss ich doch. Wenn es blΓΆd lΓ€uft, arbeite ich doch mit den Leuten ein paar Jahre. Ich habe doch gar keinen Bock, mit Idioten zu arbeiten. Und das ist aber doch genau das Problem im Network. Network hat ein Problem, dass zu viele Menschen mit zu groΓen Versprechen in dieses Business geholt werden, die dann furchtbar enttΓ€uscht am Ende irgendwie am StraΓenrand sitzen und sagen, Network ist doof, das funktioniert ja gar nicht. Nein, klar funktioniert es nicht, weil bei dir aber auch wahrscheinlich gar nichts funktioniert hΓ€tte. Also du kannst nicht mal verletzungsfrei die Schuhe zubinden, Alter. Aber ist doch wie im Fitnessstudio auch. Wir kommen auch aus derselben Branche. Wenn du mit jemandem einen Trainingsplan machst, dann kann der Trainingsplan noch so gut sein, wenn dieser Mensch nicht bereit ist, das zu tun, was zu tun ist, um diesen Trainingsplan durchzuhalten, dann wird er nicht erfolgreich sein. Und es gibt genauso viele Leute, die sagen, ah, Fitness, das ist nix, das ist scheiΓe, das funktioniert nicht. Ich war angemeldet in dem Fitnessstudio und da, dann war der Trainer doof und die Betreuung nicht gut und die hatten nur alte GerΓ€te und das Licht und was auch immer. Die Γffnungszeiten waren auch nicht gut. Ja, und im Network ist es genau dasselbe. Es ist dieselbe Person, Mensch. Das sind auch die, die negative Google-Bewertungen schreiben. Also, wenn du negative Google-Bewertungen schreibst, kannst du dir definitiv einfach einen Stempel drauf kleben, du bist einfach ein Idiot. Also, wie kann man so dΓ€mlich sein, eine scheiΓ Online-Bewertung zu schreiben? Aber gut, anderes Thema. Fakt ist, die Leute, die Fitness anfangen und dann sagen, Fitness ist doof, sind genau dieselben, die Network starten und dann sagen, ah. Oder die machen dann was anderes, die machen dann erst das, dann wechseln sie dahin, dann finden sie da noch irgendein Produkt, wo sie was machen kΓΆnnen, dann kommt der NΓ€chste und sagt, komm noch zu uns und dann machen sie das auch. Fakt ist, es wird nie funktionieren, weil dir die entsprechende Disziplin fehlt und du eben nicht der Mensch geworden bist, der du werden musst, um die Dinge mal durchzuziehen. Also geht's am Ende immer darum, finde die Leute, mit denen du das machen kannst. Und sind wir uns einig, jeder kann Fitness machen. Jeder kann Muskeln aufbauen, weil genetisch ist das nun mal so angelegt. Frauen bisschen schwerer als MΓ€nner, aber grundsΓ€tzlich geht das. Und im Network ist es genauso. Aber ich muss ja gut auswΓ€hlen. Wenn ich mich heute hinsetzen darf und mir Leute aussuche, die ich in den nΓ€chsten drei Jahren mit 10 kg mehr Muskeln aufbauen will und mit einem KΓΆrperfettanteil von unter 10 %, dann suche ich mir doch nicht die SchwΓ€chsten aus. NatΓΌrlich kann ich sagen, ich probiere es mit 100, aber dann muss ich mit 100 Leuten trainieren, habe ich gar keinen Bock. Also suche ich mir doch die Besten, die ich finden kann und die prΓΌfe ich doch vorher, bevor ich mit denen die nΓ€chsten drei Jahre ins Gym gehen muss.
REKRUTIER: Also sagst du, frΓΌher haben wir gesagt, nicht Prinzen suchen, sondern FrΓΆsche kΓΌssen. Heute sagst du, du musst schon ein bisschen ein Auge fΓΌr Prinzen haben.
Marco Montanez: Ich glaube, es ist so ein bisschen was dazwischen. Ich glaube, wenn du ganz ehrlich zu dir bist, weiΓt du auch schon oftmals bei den Leuten in dem Moment, wo du dich mit denen unterhΓ€ltst, dass das geht oder das geht nicht. WeiΓt du, was das Schlimme ist? Man weiΓ das definitiv. Ja, das VerrΓΌckte ist, das habe ich schon vor 25 Jahren gewusst. Wir sagen ja heute immer aus der heutigen Sicht, was wir versucht haben, fΓΌr Menschen erfolgreich zu machen, wo eigentlich definitiv klar war, Pareto-Prinzip, dort musst du 95 % Aufwand reinstecken, um 5 % rauszubekommen. Man hat's aber trotzdem versucht.
REKRUTIER: Warum? War das fehlende Weisheit? Waren wir bedΓΌrftig oder hatten wir keine Alternativen oder was? Das hΓ€tte man doch erkennen mΓΌssen, so wie das vielleicht jeder andere auch erkennen sollte. Ich habe so viele Leute um mich ringsrum, die sagen: "Ah Mensch, ich habe meine SchwΓ€gerin und das ist meine einzige GeschΓ€ftspartnerin, aus der muss unbedingt was werden." Und ich bin dann immer derjenige, der so bisschen erklΓ€ren muss: "Ich sage, vielleicht bist du weiter nett und lieb zu ihr, lΓ€sst sie aber einfach mal in Ruhe. Vielleicht ist sie es doch nicht ganz, die fΓΌr die du sie eigentlich hΓ€ltst." Was ist das fΓΌr ein Knoten im Kopf?
Marco Montanez: Es ist ja diese Hoffnung und es ist auch ganz viel immer dieses... Also ich kann halt auch mit diesem Standard-Network-Gelaber nichts mehr anfangen. Es wird ja in den Strukturen von oben nach unten immer durchgegeben, was du machen musst. Du kriegst ja wirklich auch diese ganzen LeitfΓ€den und so. Ich war letztens bei einem Training, da ging es um telefonische Terminvereinbarung. Entschuldigung, aber telefonische Terminvereinbarung wird im Jahre 2023 genauso gemacht wie wir das vor 30 Jahren gemacht haben. "Hallo, es hat einen besonderen Grund, warum ich dich heute anrufe. Hast du kurz Zeit?" Dann: "Ja, passt dir besser Vormittag, unter der Woche oder Wochenende?" Diese Standard-Terminvereinbarung.
REKRUTIER: Wie wir die frΓΌher schon in der GeschΓ€ftsstelle und quasi unterrichtet haben.
Marco Montanez: Ja, und dann denke ich so, Leute, wir haben 2024. Kann doch nicht sein, dass wir immer noch mit diesen StandardsΓ€tzen anrufen. Genauso wie ich bei Instagram 80, 90 Nachrichten habe, diese Copy-Paste-ScheiΓe, wo mir irgend so ein EinΓ€ugiger schreibt: "Bei aller Liebe, Leute, ihr kΓΆnnt doch nicht einen angehenden PrΓ€sidenten in eurer Struktur anschreiben mit einem Copy-Paste-Ding. Ey, was ist denn los mit euch?" Keine Frage, dass du auf dem SchΓΌtzenfest mit irgendeinem doofen Anmachspruch schon mal irgendeine Alte abgeschleppt hast, aber du kannst doch nicht einen zukΓΌnftigen GeschΓ€ftspartner mit so einer ScheiΓe in dein Business holen. Dein Ernst?
REKRUTIER: Ja, dann sind wir das aber nicht die das zusammen machen. Bei aller Liebe nicht. Also ein bisschen KreativitΓ€t verlange ich schon. Lass mich mal bisschen reingrΓ€tschen. Ja, sehe ich komplett anders. Du kannst nicht davon ausgehen... Also erstens, du bist ein smarter, kommunikativer Kerl. Zweitens, du hast diese natΓΌrliche AutoritΓ€t schon immer gehabt. Drittens, du bist auch so ein LΓΆwe, der stΓΌrzt sich einfach irgendwo rein. Letzten Endes, neun von zehn Leuten brauchen ein Standardskript, egal wie das aussieht. Guck doch mal in deine Struktur rein, sag doch mal zu jemanden, lad doch mal schnell ein, ruf doch mal schnell an. Damit sich Dinge schnell vervielfΓ€ltigen oder duplizieren, braucht es Standards. Ob die jetzt... Ob vom WΓΌrdigen so sind, wie wir die genommen haben, oder ob das ein anderes WΓΌrdigen ist. Aber wie willst du es denn sonst machen? Die Leute haben doch keine Chance. Gib doch mal jemanden das Handy und sag, jetzt ruf doch mal wirklich durch, was ja eh kaum noch jemand macht. Das ist ja eh so.
Marco Montanez: Ja, also der wird ja lieber eine Sprachnachricht sprechen, ist ja auch okay. Aber die Anrufe an sich sind ja eh schon Gladiatoren. Ein bisschen muss man da wissen, was dazu erzΓ€hlen. Oder was sagst du deinen Leuten, was sollen sie ihren Freunden erzΓ€hlen?
REKRUTIER: Ja, aber ich sage mal so, wenn du jemandem Sprechen beibringen musst... Okay, stopp. Du hast vollkommen recht. Also das heiΓt, wenn du jemanden Sprechen erstmal beibringen musst, dann ist es an sich nicht der Richtige. Okay, jetzt habe ich es verstanden.
Marco Montanez: Also nochmal, es kann ja jeder entscheiden, und das ist nur meine Einstellung, und da werden auch viele sagen, ja, aber er. Ja, wenn ich mir aussuchen darf, mit welcher Mannschaft ich in den Krieg ziehe, dann mΓΆchte ich da Krieger haben und nicht so. Und so suche ich mir die aus. Das heiΓt, meine First Line, das sind alles einfach gute Leute, fΓΌr die ich komplett meine Hand ins Feuer lege. Die kΓΆnnen alle was, die kΓΆnnen alle was. Wir sind wie die Avengers. Die sind nicht alle wie ich, aber jeder von denen hat eine Superkraft, und die nutzen wir. Und alles andere, wenn du kein Superheld bist, dann bist du nicht in meinem Team. Also nicht schlimm, aber es gibt genug andere Teams, da kannst du hin. Irgendeiner schreibt dich schon an bei Insta, kein Problem. Aber es ist nicht meine Arbeitsweise. Und dann gucke ich, wo liegt denn deine FΓ€higkeit. Weil sind wir uns auch einig, jeder kann doch irgendwas. Und wenn es die Mutti ist, die einfach gut quatschen kann, aber auf einer anderen Ebene. Die kann vielleicht keine ProduktprΓ€sentation machen und auch keine PowerPoint, aber die sitzt jeden Nachmittag beim Pekip und quatscht mit allen Muttis. Also auch die hat eine SuperfΓ€higkeit. Es ist ja immer eine Frage, wie definiere ich das? Muss nicht jeder eine Krawatte tragen und Anzug. FrΓΌher, in der Disco, haben wir auch kleine Jungs auf dem Barhocker stehen lassen und die haben fΓΌr mich was gemacht. So, hoch motiviert, ging auch. Und das ist das, was ich will, und das ist aber nur mein Anspruch. Ich will in irgendeiner Form eine persΓΆnliche Beziehung zu diesen Menschen haben und den irgendwie gut finden. Wer auch immer das ist, ich selektiere nicht vorher, aber ich kann ja nach dem ersten GesprΓ€ch, nach den ersten paar Worten, kann ich schon ziemlich genau sagen, das ist jetzt jemand oder das ist keiner.
REKRUTIER: WΓΌrde ich mal schon mal als wesentliches Learning fΓΌr unsere ZuhΓΆrer festhalten: Generieren von Anfang an ehrlich zu sich selber sein. Will ich das wirklich? Sagt mein Bauch mir gerade, dass ich mit demjenigen kΓΆnnte, ja oder nein? Und sehr oft kommt ja tatsΓ€chlich nein. Und wir wissen das und machen es trotzdem, ne?
Marco Montanez: Ja, und ich glaube auch in dem Moment, wo du das GefΓΌhl hast, das ist er nicht, den einfach in Frieden gehen zu lassen. Also auch da gibt's ja viele, die sagen, ach, da hatte ich mal Kontakt mit einem, der hat mir noch drei Wochen danach jeden Tag eine WhatsApp geschickt. "Ja, willst du nicht noch mal ΓΌberlegen? Ja, willst du nicht doch?" Junge, lass doch die Leute in Ruhe. Lass doch gehen. Wenn doch einer nicht mit dir arbeiten will, nicht schlimm. Aber das ist dann am Ende wieder ein gesellschaftliches Thema. Es gibt ja auf ganz vielen Ebenen einfach wieder diese Menschen, die eine Sozialisierung erfahren haben, die wenig mit Empathie und Menschen erkennen zu tun hat. Und auch das ist ja okay. Und auch die sind im GeschΓ€ft erfolgreich. Aber das muss ich eben einfach akzeptieren. Aber es ist halt nicht mein Weg.
REKRUTIER: WeiΓt du, zum Thema "Mein Weg", du hast letztens, wo wir uns getroffen haben, so einen Satz fallen lassen. Den habe ich ΓΌbrigens in der Masterclass, ich habe ein Interview angekΓΌndigt und gesagt, ich mache ein Interview mit einem kantigen Typen, ne? Also letzten Endes, er wird sicher nicht die Kriterien der HΓ€lfte der ZuhΓΆrerschaft erfΓΌllen, genauso wie ich das aber auch tue, ne? Es ist ja immer so, ist ja egal, wen ich im Interview habe. Habe ich jemanden, der alles mit dem Herzen macht, dann fΓΌhlt sich eine HΓ€lfte abgestoΓen. Wenn ich dann irgendeinen Hardliner habe, fΓΌhlt sich die andere HΓ€lfte abgestoΓen. Gestern hatte ich die RΓΌckfrage, wenn ich sage, Mensch, wir bauen ja ein Konsumentennetzwerk auf, du kannst dann an der Arbeitsleistung partizipieren, kam die Frage: "Ist denn das ΓΌberhaupt ethisch?" Es ist der Wahnsinn, auch 50 % wirst du nie erreichen. Aber du hast einen Satz fallen lassen, jetzt schlieΓt sich der Kreis. Du hast gesagt, ich mache so ein bisschen Network oder positioniere mich auch Network fΓΌr die, die Network doof oder scheiΓe finden. Total, und da sind fast alle. Wie soll denn das dann gehen? ErklΓ€r das mal ganz kurz.
Marco Montanez: Also vielleicht auch da nochmal, um alle zu besΓ€nftigen, die jetzt sagen, ja, ich habe kein Problem damit, wenn du ein Mensch bist, der alles groΓartig und grandios findet und alle zu sich holt und aus dem Herzen, aus der Liebe arbeiten mΓΆchte. Tue ich ΓΌbrigens auch, aber auf meine Art. Also ich finde ein von Herzen kommendes "fick dich" ist auch Liebe. Und ich kann die total verstehen, diese Menschen, solange es authentisch ist, ist es okay. Und da gibt's auch einige Beispiele von Leuten im Network, die einfach alles immer groΓartig finden und grandios. Und das ist einfach nicht so. Und dann gibt's manche andere, wenn du die triffst, dann denkst du, krass, das ist wirklich so. Also die findet wirklich alles, das ist alles Liebe, so viel Liebe. Ich nenne jetzt keine Namen, aber du weiΓt...
REKRUTIER: NatΓΌrlich nicht, natΓΌrlich nicht.
Marco Montanez: FΓΌr mich war relativ schnell klar, also als ich in BerΓΌhrung kam mit Network, das war kurz nach dem Lockdown, und da kam die Mutter meiner Kinder, die du ja auch kennst. Liebe GrΓΌΓe an die Anne. Die kam mit den TΓΌtchen nach Hause und ich habe gedacht: "ScheiΓe, diese TΓΌtchen. Fitline, oh je." Kann ich, wurde schon vor 10 Jahren, 15 Jahren irgendwie an mich rangetragen. Und dann habe ich mich damit beschΓ€ftigt. Zum einen hatte Anne ein brutales Resultat mit ihrer Colitis ulcerosa. Auf einmal war ihr Darm, ihre fast chronische DarmentzΓΌndung, weg. Und ich habe gesagt: "Okay, irgendwie habe ich ja mit Fitness und Gesundheit zu tun. Wenn das Zeug so gut funktioniert in so kurzer Zeit, so einfach mit zwei TΓΌtchen und ein bisschen Joghurt, dann muss ich mir das vielleicht mal angucken." Und es war fΓΌr mich einfach auch der richtige Zeitpunkt, weil ich war nach dem Lockdown so ein bisschen in so einer Phase, wo ich gedacht habe: "Okay, irgendwie, so kann's nicht weitergehen. Irgendwas muss ich machen." Und die MΓΆglichkeiten sind ja auch beschrΓ€nkt. Wenn du das heute siehst und du hast so ein GefΓΌhl im Bauch oder irgendwo in dir und denkst, irgendwas muss anders werden, dann unter uns, es gibt nicht so viele MΓΆglichkeiten. Also du kannst irgendwie OnlyFans machen, ja, musst du halt auch kΓΆnnen. Sowohl physisch als auch psychisch, musst du halt auch Bock drauf haben. Drogenbusiness, weiΓ ich gerade gar nicht, wie es lΓ€uft, aber ist einfach auch... Da musst du dich auch mit Gewalt und komischen Dingen und irgendwelchen Gruppierungen auseinandersetzen, hast du auch keinen Bock. Also um langfristig Kohle zu verdienen, ist einfach schwierig. Dann kannst du hier Dropshipping, Amazon FBA und sowas machen, aber es gibt ja immer ein paar HΓΌrden. Und es ist entweder das Risiko zu hoch, weil du dich mit irgendwelchen Menschen auseinandersetzen musst, auch das kennen wir ja noch von frΓΌher, oder Invest ist zu hoch oder also ganz viele Faktoren. Ich glaube, und das ist was, was mir relativ schnell bewusst geworden ist, auch mit dem Wissen von frΓΌher von der HMI, es gibt kein System, wo du mit so wenig Risiko, also quasi null Risiko, aber viel harte Arbeit, also nicht schnelle Kohle, sondern mit viel harter Arbeit, dir langfristig ein sehr, sehr gutes Einkommen erarbeiten kannst. Und zwar, wenn du die richtige Firma hast, und da ist PM, glaube ich, mit die beste Firma im Markt aktuell, dann definitiv auch ein sicheres Einkommen. Also sicher insofern, als dass die Firma in der Lage ist, dir langfristig deine Kohle und deinem Nachkommen die Kohle zu bezahlen. Fertig. Und dann habe ich gesagt: "Ja, also ich wΓ€re ja ein Idiot, wenn ich das nicht machen wΓΌrde." Weil ich komme aus der Fitness- und Gesundheitsbranche. Ich bin besser als 99 % aller Leute, die im Network arbeiten. Ja, ein bisschen ΓΌberheblich bin ich auch, aber...
REKRUTIER: Merk ich, merk ich gar nicht. Aber sehr bescheiden, bescheiden ΓΌberheblich.
Marco Montanez: Also ich sehe aus wie Gesundheit, ich kann Gesundheit, ich habe das Wissen. Warum mache ich das nicht? Und dann begann aber mein Kampf mit mir selber. Weil irgendwann denkst du auch, pass auf, ich bin schon ein geiler Typ, aber ich habe ja drei Jungs zu Hause. Also sind mittlerweile 13, 14, 16. Und dann habe ich mir die Frage gestellt, wie willst denn du noch weitermachen jetzt? Bist ein geiler Fitnesstrainer, bist in der Fitness unterwegs. Also mein Leben war ja nicht schlecht. Coach hier, Coach da, stehst auf der BΓΌhne, Leute klatschen fΓΌr dich, also schon geil irgendwie. Hast ein Buch geschrieben, ja, kannst reden, geil. Aber was ist denn mal in 20, 30 Jahren, wenn du das nicht mehr kannst oder nicht mehr willst? Und vor allen Dingen habe ich meine Kinder erzogen mit einer wirklich unkonventionellen und extrem groΓen Liebe und einem Selbstbewusstsein und auch mit dem Versprechen: Erstens, ich bin immer da, wenn ihr mich braucht, und zweitens, ihr kΓΆnnt alles werden, was ihr wollt. Ihr kΓΆnnt alles sein, was ihr wollt. Und dann habe ich mir die Frage gestellt: "Was ist, wenn irgendwann eins meiner Kinder mich fragt: 'Papa, du hast immer gesagt, wir kΓΆnnen werden, was wir wollen. Warum denn du nicht?'" Habe ich gesagt: "Okay, die Frage lasse ich jetzt einfach auch mal so stehen fΓΌr alle anderen da drauΓen. Kann sich ja jeder irgendwie auch so ein StΓΌck weit stellen." Und dann habe ich gesagt: "Warum nicht?" Ja, weil ich mich fΓΌr einen geilen Typen halte, aber ganz viel angefangen habe schon in meinem Leben. Ganz viel gemacht habe, was tolles, was mich zu dem gemacht hat, der ich heute bin. Aber auch fairerweise ich wirklich durchgezogen hab. Also so richtig bis zum Ende. Und auch schon Sachen an die Wand gefahren habe und so. Also wirklich schon viel, viel falsch gemacht habe in meinem Leben. Aber ich habe auch ein paar Dinge richtig gemacht.
REKRUTIER: Aber entscheidend ist ja, das zeichnet dich aus. Da gehΓΆrt ja auch GrΓΆΓe dazu. Erstens das zu erkennen, ist der Punkt Nummer eins. Punkt Nummer zwei, sich das auch einzugestehen. Punkt Nummer drei, darΓΌber auch reden zu kΓΆnnen. Und jetzt nochmal an diejenigen adressiert, wir wollen ja auch ein bisschen helfen vielleicht mit diesem Interview. Ich kenne es ja selber. Bei mir war es ja schon so, wo ich damals in der Finanzdienstleistung im Vertrieb angefangen habe. Der Roberto, du kennst ihn ja auch noch. Wir mΓΆgen ihn alle. Hallo Strucki, falls du es hΓΆrst.
Marco Montanez: Liebe GrΓΌΓe, Roberto.
REKRUTIER: Der Roberto hat damals schon zu mir gesagt: "Ey Tobi, du bist der geilste Typ in der ganzen Stadt. Du siehst super aus, hast dicke Oberarme. Du stehst an der TΓΌr noch vor unserer Zeit. Und die groΓe Klappe hast du auch." Heute sagt man: "You can't take your rank to the bank." Damals hat er gesagt: "Was nΓΌtzt es, wenn der Banker stΓ€ndig anruft und sagt: 'Dein Dispo ist wieder im Tausenderbereich.'" Also das heiΓt, wirklich jetzt auch mal an diejenigen adressiert, wir haben ja auch gedacht, wir sind geile Typen. Aber dann gab's auch diesen Begriff "illusionΓ€re Verkennung". Kennst du den noch? Und ich glaube, unter der leiden ganz viele, wie wir natΓΌrlich auch immer noch ein bisschen. Aber wir sind in Behandlung, glΓΌcklicherweise. Und ich glaube, man muss sich irgendwann mal eingestehen, einfach zu sagen: "Bin ich wirklich der geile Typ, fΓΌr den ich mich immer gehalten habe?" Oder kommt dann jetzt auch mal was? Und je Γ€lter man wird, desto geringer werden ja die Wahrscheinlichkeiten, dass noch mal was passiert in so einem Leben.
Marco Montanez: Ich glaube, jetzt wo du gerade so erzΓ€hlst, auch von frΓΌher wieder. Ich meine, wir haben ja auch Zeiten gehabt, wo wir in der Sendlinger StraΓe in einem Haus gewohnt haben. Und das waren auch so, im Nachhinein betrachtet, es war eine geile Zeit. Also wirklich geil. Wir haben gefeiert, wir haben im P1 die Theke abgerΓ€umt, haben einfach wirklich unser Leben genossen. Aber wenn man ganz ehrlich ist, wenn wir nach Hause gekommen sind, war das schon manchmal auch wirklich ein bisschen traurig.
REKRUTIER: ErnΓΌchternd, ich kann mich erinnern. Als meine Schwiegermutter das erste Mal in dieser Wohnung war, heute ist sie total happy, dass sich alles so positiv entwickelt hat.
Marco Montanez: Ja, aber weiΓt du, und das ist glaube ich auch so ein bisschen Fluch und Segen zugleich. Ich glaube, wir sind beide Menschen, die wissen, und das wusste ich immer, es ist scheiΓegal, was passiert, ich kann arbeiten und ich kann immer irgendwie irgendwo ein bisschen was machen, dass ich ΓΌber die Runden komme. Und dann kommt aber der Punkt, und es war vielleicht bei dir ein bisschen frΓΌher als bei mir, wo du dann genau diesen Blick mal in den Spiegel wagst und sagst: "Pass auf, ich habe offensichtlich einen Haufen Checks ausgestellt, die ich nie einlΓΆsen konnte. Vielleicht wird's mal Zeit, ein paar Dinge anders zu machen." Und bei mir war ein entscheidender Punkt, als die Kinder geboren wurden. Weil dann, ich meine, ein anderes Level. Brauchen wir jetzt hier auch nicht aufmachen, das Thema. Aber wenn du Vater wirst, im Idealfall, dann versuchst du der beste Mensch und beste Vater fΓΌr diese Kinder zu sein, der du sein kannst. Und dazu gehΓΆrt einfach, Verantwortung anzunehmen und fΓΌr die sorgen zu kΓΆnnen. Also sie zu schΓΌtzen und zu versorgen. Und dann musst du irgendwann anfangen zu liefern. Und das war eben fΓΌr mich wirklich ein wichtiger Punkt. WeiΓt du, fΓΌr mich, ich brauche das nicht. Ich komme mit wenig zurecht. Ich brauche keinen Gucci-Trainingsanzug und auch keinen Sportwagen. Ich kann wirklich, und das Dumme ist, ich mag das auch. Also ich bin gerne hungrig. Ich kann da gut mit leben. Aber es ist eben fΓΌr die Menschen, die sich auf mich verlassen, keine Option. Also auf geht's, Γ€nder dein Fokus, guck, dass du was schaffst. Weil es ist ja auch so, wir sind immer gut darin, fΓΌr andere zu klatschen. Wir gucken uns an Erfolgsgeschichten und so, oh geil, guck mal, wow, der ist Champions League geworden. Oh, der ist Dings, Diamant, der hat das gewonnen. Ah, super, geil, oh, wirklich toll. Und auch hier werden heute wieder Leute sitzen, die hΓΆren sich den Podcast an und sagen, oh super, wie er das gemacht hat und wie er redet. Ja, das Problem ist nur, du kannst dir diese ganze ScheiΓe auch heute wieder, die kannst du komplett vergessen. Machen Haken dran, lΓΆscht es, vergiss, was du heute gehΓΆrt hast, wenn du danach nicht ins Handeln kommst und mal machst. Also das ist auch so ein PhΓ€nomen. Die Leute sitzen auf so Veranstaltungen da in den Reihen und klatschen alle und finden es alles toll. Dann gehen sie nach Hause und machen alles so wie vorher auch. Ich sitze auf diesen Veranstaltungen und kann gar nicht bis zum Ende bleiben, weil ich denke, Alter, ich muss los, ich muss los, ich muss was machen. Also ich freue mich fΓΌr den da oben, ja super gemacht, aber los, weiter, weiter. Ich bin nicht gemacht fΓΌr klatschen. Deshalb hΓΆrt auf fΓΌr ScheiΓe zu klatschen, kriegt euren Arsch hoch und macht mal.
REKRUTIER: Ja, Marco, ich wΓΌrde sagen, es gibt keinen stΓ€rkeren Abschluss, keinen stΓ€rkeren Call to Action. Deswegen lassen wir den jetzt genau auf dem Punkt stehen. Wir machen natΓΌrlich noch mal einen Aufruf. Ich weiΓ, mit dem Interview werden wir einen anderen Schlag Mensch oder eine andere Zielgruppe erreichen als mit denen, die sonst gelaufen sind. Ist ja immer typenabhΓ€ngig, jeder matcht oder harmoniert mit jemand anderem. Deswegen wollen wir natΓΌrlich aufrufen und euch alle bitten, uns zu schreiben. Es gibt eine Kommentarfunktion. Ich bin echt gespannt. Lasst uns gerne ein Like da. Falls noch nicht geschehen, dann abonniert mal den Kanal. Vergesst nicht, die Glocke zu aktivieren. Und Marco, du hast noch die MΓΆglichkeit, ein paar schlaue letzte Worte zu sagen, aber in ein, zwei SΓ€tzen.
Marco Montanez: Ich wΓΌrde mich freuen, wenn mehr Menschen in den Proof of Concept gehen und einfach mal die Chance Network Marketing sehen. Und je geiler du dich hΓ€ltst und je mehr du gerade denkst, was fΓΌr ein Wichser, was fΓΌr eine ScheiΓe, desto mehr besteht vielleicht die Notwendigkeit, das zu tun. Und wie ich vorhin schon gesagt habe, ich glaube, es gibt in der heutigen Zeit, auch fΓΌr die Generation nach uns, kein besseres Modell, fΓΌr dich ins persΓΆnliche Wachstum, aber auch in die finanzielle Freiheit zu kommen. Und vergessen wir bitte nicht, mΓΆglicherweise hast du genug geklatscht fΓΌr andere. MΓΆglicherweise kannst du der eine sein, der eine in der Reihe deiner Familie und deiner Ahnen, der fΓΌr die nachkommenden Generationen alles Γ€ndert. Das wΓΌnsche ich dir. Danke, Tobi.
REKRUTIER: Marco, danke fΓΌr die Zeit. Bis zum nΓ€chsten Interview. Macht's gut, ihr Lieben, wir sind raus. Ciao!
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